satzung

Zurück

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr, Verbandsmitgliedschaft

(1) Der Verein führt den Namen "Verein für Bewegungsspiele Leipzig e.V." (abgekürzt "VfB Leipzig e.V."); er ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Leipzig-Stadt unter der laufenden Nummer 201 eingetragen. Der Verein versteht sich als rechtlicher und tatsächlicher Nachfolger des mit Wirkung zum 11.Januar 1946 zwangsweise aufgelösten Vereins "Verein für Bewegungs- spiele" e.V. (VfB), sowie des am 21.1.1966 gegründeten 1. FC Lok.

(2) Der Verein hat seinen Sitz in Leipzig.

(3) Das Geschäftsjahr des Vereins beginnt am 1. Juli eines Jahres und endet am 30.06. des jeweils folgenden Jahres.

(4) Der Verein ist Mitglied in den zuständigen Landes- und Fachverbänden, insbesondere dem Landessportbund Sachsen und unterwirft sich hierbei deren Satzungen. Der Verein und seine Mitglieder verpflichten sich, die von den Verbänden in Rahmen ihrer Befugnisse erlassenen Beschlüsse zu befolgen, ihre Entscheidungen anzuerkennen und die in den Statuten vorgesehenen Verträge zu schließen. Für die Abteilung Fußball gilt insbesondere: Satzung und Ordnung des Deutschen Fußballbundes (DFB) sind in ihrer jeweiligen Fassung für den Verein und seine Mitglieder unmittelbar verbindlich. Bei diesen Bestimmungen, 0rganisations- und Zuständigkeitsvorschriften

handelt es sich um die vom zuständigen Sportverband aufgestellten und damit im deutschen Fußballsport allgemein anerkannten Regeln. Soweit der Verein aIs Lizenzligaverein aktiv wird, gehört er dem DFB als außerordentliches Mitglied unmittelbar an. Er ist auch Mitglied seines Landes und/oder Regionalverbandes, der seinerseits Mitglied des DFB als Dachverband ist. Aufgrund dessen sind auch die DFB-Satzung und die DFB-Ordnungen - insbesondere das Lizenzspielerstatut, die Spielordnung und die Rechts- und Verfahrensordnung - sowie die Regionalverbandssatzung und die

Regionalverbandsvorschriften für den Verein verbindlich, soweit sie sich auf die Benutzung der Vereinseinrichtungen Bundesliga und 2. Bundesliga, die Betätigung bei der Benutzung sowie Sanktionen bei Verstößen gegen die Benutzungsvorschriften und den Ausschluss von der Benutzung beziehen. Dies gilt auch für die Entscheidungen der DFB – Beauftragten gegenüber dem Verein, insbesondere auch, soweit Vereinssanktionen gemäß § 43 der DFB - Satzung verhängt werden. Der Verein unterwirft sich der Vereinsgewalt des DFB, des Landes und/oder Regionalverbandes, die durch die genannten Regelungen und Organentscheidungen - einschließlich der Sanktionen ausgeübt wird.

 

§ 2 Zweck des Vereins

(1) Zweck des Vereins ist die Förderung des Sports; im Verein werden die Sportarten Fußball, Handball und Schach betrieben. Es können weitere Sportarten hinzukommen. Der Satzungszweck wird insbesondere durch Errichtung, Ausstattung und Unterhaltung von Sportanlagen und die Förderung sportlicher Übungen und Leistungen sowie der Pflege der Kameradschaft und des gesellschaftlichen Lebens, soweit dies mit den sportlichen Grundsätzen zu vereinbaren ist, verwirklicht.

(2) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.

(3) Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

(4) Zur Erreichung des Vereinszweckes darf der Verein Vermögen ansammeln, Rücklagen bilden, Grundstücke erwerben, Gebäude und Anlagen errichten.

(5) Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

(6) Bei rechtmäßiger Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks fällt das Vermögen des Vereins an den Landessportbund Sachsen (Stadt Leipzig), der es ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige Zwecke im Sinne des § 2 dieser Satzung zu verwenden hat.

 

 

§ 3 Aufgaben des Vereins

(1) Der Verein erfüllt seine Aufgaben durch

a)Bereitstellung der Sportanlagen, Einrichtungen und Geräte,

b) Festlegung geregelter Übungstage für alle im Verein betriebenen Sportarten unter Leitung und Aufsicht fachlicher Kräfte,

c) Beteiligung an Veranstaltungen im In- und Ausland

d) Pflege der Kameradschaft und des gesellschaftlichen Lebens, soweit dies mit den sportlichen Grundsätzen zu vereinbaren ist.

(2) Zur Durchführung dieser Aufgaben darf der Verein Vermögen ansammeln, Rücklagen bilden, Grundstücke erwerben, Gebäude und Anlagen errichten.

(3) Der Verein wird grundsätzlich ehrenamtlich geführt. Mit Personen des Präsidiums können

Geschäftsbesorgungsverträge geschlossen werden. Das Präsidium ist zudem berechtigt, zur Durchführung der Vereinsaufgaben haupt- und nebenamtlich bezahlte Kräfte einzustellen.

(4) Der Verein ist politisch, rassisch und konfessionell neutral.

 

§ 4 Vereinsfarben, Vereinsfahne und Vereinsemblem

(1) Die Vereinsfarben sind Blau-Weiß.

(2) Die Vereinsfahne trägt das Vereinsemblem.

(3) Das Vereinsemblem bilden die Farben Blau-Weiß, das Signum VfB und der Name Leipzig.

 

§ 5 Gliederung des Vereins

(1) Der Verein unterhält eine Lizenzspielerabteilung.

(2) Der Verein unterhält eine Amateurabteilung Fußball, des weiteren Abteilungen für Handball und Schach.

(3) Der Verein beabsichtigt in Abhängigkeit seiner ökonomischen Entwicklung weitere Amateurabteilungen aufzunehmen.

(4) Die einzelnen Abteilungen sind im Rahmen der Satzung hinsichtlich des organisatorischen Aufbaues und des Sportbetriebes selbständig.

 

§ 6 Mitgliedsarten

(1) Die Mitgliedschaft im Verein kann als aktives Mitglied, passives Mitglied, förderndes Mitglied oder Ehrenmitglied bestehen.

(2) Aktive Mitglieder sind solche, die sich einer Abteilung angeschlossen haben und dort aktiv Sport treiben.

(3) Passive Mitglieder sind solche, die ohne aktiv Sport zu treiben, dem Verein angehören; sie können auch einer Abteilung angehören.

(4) Fördernde Mitglieder sind solche, die Freiwillig den Verein materiell unterstützen und nach eigenem Ermessen am Vereins- leben teilnehmen.

(5) Ehrenmitglieder sind solche, die aufgrund besonderer Verdienste um den Verein oder um den Sport im allgemeinen zu solchen ernannt worden sind (§ 18 Abs.2 Satz 2).

 

§ 7 Erwerb der Mitgliedschaft

(1) Mitglied des Vereins kann jede natürliche oder juristische Person werden.

(2) Voraussetzung für den Erwerb der Mitgliedschaft ist ein schriftlicher Antrag an den Verein. Mit der Einreichung des Aufnahmeantrages unterwirft sich der Bewerber der Satzung des Vereins.

(3) Über die Aufnahme entscheidet das Präsidium nach billigem Ermessen. Es ist verpflichtet, die Ablehnung eines Aufnahmeantrages zu begründen. Erhält der Bewerber innerhalb eines Monats ab Eingang des Aufnahmeantrages keinen ablehnenden Bescheid, so gilt der Antrag als angenommen.

(4) Ehrenmitglieder werden auf Vorschlag des Ehrenrates vom Präsidium zu solchen ernannt.

(5) Mitglied einer Abteilung des Vereins kann nur werden, wer Mitglied des Vereins ist.

(6) Ehemalige Mitglieder des in § 1 genannten, zwangsweise aufgelösten Vereins können auf Antrag, unter Anrechnung ihrer bisherigen Mitgliedschaft, Mitglieder des Vereins werden.

 

§ 8 Ruhen der Mitgliedschaft

Bei Mitgliedern, die als Spieler in einem Lizenzverhältnis zum Verein stehen, ruht die Mitgliedschaft. Bei Mitgliedern, die mit der Beitragszahlung trotz vorausgegangener Mahnung mehr als einen Monat im Rückstand sind, ruhen die Mitgliedsrechte. Sie können solange nicht ausgeübt werden, bis die Beitragspflicht voll erfüllt ist.

 

§ 9 Beendigung der Mitgliedschaft

(1) Die Mitgliedschaft endet durch Tod, bei juristischen Personen mit deren Auflösung, durch Ausschluss, Streichung von der Mitgliederliste oder Austritt aus dem Verein.

(2) Der Austritt aus dem Verein erfolgt durch Kündigung der Vereinsmitgliedschaft. Die Kündigung hat schriftlich per Brief zu erfolgen und ist nur zum Schluss eines Geschäftsjahres und unter Einhaltung einer Frist von drei Monaten zulässig.

(3) Der Austritt einer gesamten Abteilung aus dem Verein erfolgt durch einen Beschluss der Mitgliederversammlung der jeweiligen Abteilung. Voraussetzung der Wirksamkeit eines solchen Beschlusses ist die Zustimmung von mindestens 3/4 der erschienenen, abstimmungsberechtigten Mitglieder. Der Beschluss ist dem Präsidium des Vereins schriftlich per Brief bis spätestens drei Monate vor Ende des Geschäftsjahres zu übermitteln. Der Verein ist verpflichtet, alle für den

Sportbetrieb notwendigen Lizenzen, die sich zum Zeitpunkt des Austritts im Besitz der jeweiligen Abteilung befinden, dem Verein zu übergeben, welchem sich die jeweilige Abteilung anschließt, soweit dies nach den Statuten der Verbände möglich ist. Der Austritt einer Abteilung aus dem Verein beinhaltet jedoch nicht die Beendigung der Mitgliedschaft des einzelnen Mitglieds der Abteilung. Dazu bedarf es einer gesonderten Kündigung nach § 9(2).

(4) Ein Mitglied kann ohne vorherige Anhörung aus der Mitgliederliste gestrichen werden, wenn es trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung mit der Zahlung von Mitgliedsbeiträgen oder von Umlagen im

Rückstand ist. Die Streichung darf erst erfolgen, wenn nach der Absendung der zweiten Mahnung zwei Monate verstrichen sind und in dieser Mahnung die Streichung angedroht wurde. Die Streichung soll dem Mitglied mitgeteilt werden.

(5) Verletzt ein Mitglied die Interessen des Vereins, kann es durch Beschluss des Präsidiums vom Verein ausgeschlossen werden. Vor der Beschlussfassung hat das betroffene Mitglied Anspruch auf rechtliches Gehör. Der Beschluss des Präsidiums ist schriftlich zu begründen und dem betroffenen

Mitglied zuzuleiten. Gegen diesen Beschluss kann das Mitglied innerhalb eines Monats nach Zugang des Beschlusses Berufung an den Ehrenrat einlegen. Der Ehrenrat entscheidet, unter Zugrundelegung seiner Geschäftsordnung, oder, wenn das betroffene Mitglied dies beantragt, aufgrund einer mündlichen Verhandlung mit dem betroffenen Mitglied. Der Beschluss des Ehrenrates ist unanfechtbar.

(6) Bei der Beendigung der Mitgliedschaft besteht kein Anspruch auf einen Anteil aus dem Vereinsvermögen.

(7) Mit Beendigung der Mitgliedschaft sind alle dem Verein gehörenden Gegenstände und Geldbeträge herauszugeben. Soweit Geld des Vereins verwaltet wurde, ist auf Verlangen Rechnung zu legen.

 

§10 Beiträge und Aufnahmegebühren

(1) Bei der Aufnahme in den Verein ist eine Aufnahmegebühr zu bezahlen. Außerdem werden von den Mitgliedern Mitgliedsbeiträge erhoben.

(2) Höhe und Fälligkeit von Aufnahmegebühren, Mitgliedbeiträgen und Umlagen werden von der Mitgliederversammlung festgesetzt.

(3) Ehrenmitglieder sind von der Pflicht zur Zahlung von Beiträgen und Umlagen befreit.

(4) Für juristische Personen kann das Präsidium abweichende angemessene Aufnahmegebühren und Mitgliedsbeiträge festsetzen oder vereinbaren. Das Präsidium kann in geeigneten Fällen Gebühren, Beiträge und Umlagen ganz oder teilweise erlassen oder stunden.

(5) Die Abteilungen des Vereins sind berechtigt, Sonderbeiträge zu erheben, die durch die

Abteilungsmitgliederversammlung festzusetzen sind. Die Zugehörigkeit zur Abteilung kann von der Zahlung eines Sonderbeitrages abhängig gemacht werden.

 

§11 Rechte der Mitglieder

(1) Alle Mitglieder sind nach Vollendung des 18. Lebensjahres in der Mitgliederversammlung stimmberechtigt. Wählbar sind alle Mitglieder, die das 21.Lebensjahr vollendet haben.

(3) Jedes Mitglied hat das recht am Vereinsleben teilzunehmen und allgemeine Veranstaltungen des Vereins - eventuell gegen Entrichtung vom Präsidium genehmigter Eintrittspreise - zu besuchen.

 

§12 Pflichten der Mitglieder

(1) Jedes Mitglied ist verpflichtet, die Bestimmungen der Satzung und der Ordnungen und Organisationsregeln (auch der Fachverbände) sowie Beschlüsse und Anaordnungen der Organe des Vereins und der durch diese eingesetzten Ausschüsse oder Personen im Rahmen ihrer Zuständigkeiten zu befolgen.

(2) Die Mitglieder haben das Ansehen und die sportlichen Interessen des Vereins nach Kräften zu fördern und alles zu unterlassen, was das Ansehen des Vereins schädigen könnte.

(3) Die Mitglieder haben die Anlagen und Einrichtungen des Vereins pfleglich zu behandeln und Schäden zu verhüten.

(4) Die Mitglieder haben die festgesetzten Beiträge zu entrichten.

(5) Die aktiven Mitglieder dürfen den von ihnen im Verein betriebenen Sport in einem anderen Verein nicht wettkampfmäßig betreiben.

 

§13 Organe des Vereins

(1) Die Organe des Vereins sind

a) die Mitgliederversammlung,

b) der Ehrenrat,

c) der Wahlausschuss,

d) der Aufsichtsrat,

e) das Präsidium,

f) die Mitgliederversammlungen der Abteilungen,

g) die Vorstände der Abteilungen

(2) Die Mitarbeit in den unter 1)a-d genannten Organen erfolgt generell ehren- amtlich. Zur Unterstützung kann der Verein haupt- und nebenamtliche Kräfte einsetzen.

(3) Kein Mitglied kann gleichzeitig mehreren Organen, ausgenommen der Mitgliederversammlung, angehören.

(4) Bei der Annahme eines neuen Amtes in einem Organ endet automatisch ein bisher innegehabtes Amt in einem anderen Organ.

(5) Die Amtsdauer für ein Ehrenamt im Verein beläuft sich auf drei Jahre. Eine Wiederwahl ist zulässig.

 

§14 Mitgliederversammlung

(1) Die Mitgliederversammlung ist das oberste Organ des Vereins. Sie besteht aus allen wahlberechtigten Vereinsmitgliedern.

(2) Eine ordentliche Mitgliederversammlung findet einmal jährlich innerhalb von sechs Monaten nach Ende eines Geschäftsjahres statt.

(3) Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist vom Präsidium einzuberufen, wenn es die Belange des Vereins erfordern oder wenn dies mindestens 10% der stimmberechtigten Mitglieder des Vereins schriftlich fordern.

(4) Das Präsidium beruft die Mitgliederversammlung durch Veröffentlichung ein. Die Veröffentlichungen erfolgen entweder in der LVZ oder in einer regelmäßig erscheinenden Vereinszeitung. Die ordentliche Mitgliederversammlung ist mit einer Frist von 4 Wochen,

die außerordentliche Mitgliederversammlung mit einer Frist von 2 Wochen, jeweils unter Angabe einer Tagesordnung, einzuberufen.

(5) Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig.

(6) Die Mitgliederversammlung wird von einem Mitglied des Präsidiums geleitet. Die Mitgliederversammlung kann auf Wunsch des Präsidiums einen anderen Versammlungsleiter haben.

(7) Die Mitgliederversammlung kann Tagesordnungspunkte absetzen und andere Tagesordnungspunkte aufnehmen, ohne jedoch darüber abzustimmen.

(8) Die Abstimmung in der Mitgliederversammlung erfolgt durch Handzeichen. Beschließt die

Mitgliederversammlung auf Antrag mit einfacher Mehrheit eine andere Abstimmungsart, so ist entsprechend zu verfahren. Dies gilt auch für Wahlen.

(9) Für Beschlüsse und Wahlen ist grundsätzlich die einfache Mehrheit erforderlich. Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen werden bei der Ermittlung der einfachen Mehrheit nicht gezählt. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt. Satzungsänderungen und die Auflösung des Vereins bedürfen einer Mehrheit von 3/4 der erschienenen Mitglieder.

(10) Der Mitgliederversammlung obliegt:

a)Entgegennahme der Jahresberichte von Präsidium und Aufsichtsrat,

b) Entlassung des Präsidiums und des Aufsichtsrates,

c) Wahlen zum Wahlausschuss und Ehrenrat und die Bestätigung der Aufsichtsräte auf Vorschlag

des Wahlausschusses,

d) Festsetzung der Mitgliedsbeiträge und der außerordentlichen Beiträge,

e) vorzeitige Abberufung des Präsidiums bei Vorliegen eines wichtigen Grundes auf Antrag des Aufsichtsrates.

(11) Die vom Aufsichtsrat zu bestimmenden Rechnungsprüfer haben das Recht, alle Unterlagen des Vereins einzusehen. Ihnen sind die für die Durchführung ihrer Prüfung erforderlichen Auskünfte zu erteilen und Vereinsunterlagen vorzulegen.

(12) Soweit die Entscheidung nicht anderen Organen des Vereins übertragen ist, entscheidet die Mitgliederversammlung über Anträge, die ihr zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Solche Anträge müssen zwei Wochen vor der Mitgliederversammlung beim Präsidium schriftlich eingereicht werden.

Später eingehende Anträge werden nur behandelt, wenn die Mitgliederversammlung auf Antrag die Dringlichkeit mit mindestens 2/3 der abgegebenen Stimmen bejaht.

(13) Über jede Mitgliederversammlung ist ein Inhaltsprotokoll zu führen, das vom Versammlungsleiter und einem Protokollführer zu unterzeichnen ist

(14) Die Handhabung des Verfahrens bei Wahlen und Abstimmungen sowie die Durchführung der Mitgliederversammlung werden durch die jeweils gültige Wahl- und Geschäftsordnung geregelt.

 

§15 Präsidium

(1) Das Präsidium besteht aus fünf Mitgliedern. Dazu gehören der Präsident, der Vizepräsident, der Schatzmeister und zwei weitere Präsidiumsmitglieder.

(2) Das Präsidium besteht aus haupt- und/oder ehrenamtlichen Mitgliedern. Seine Amtszeit beträgt drei Jahre. Mitglieder des Präsidiums können auf Antrag des Aufsichtsrates von der Mitgliederversammlung vorzeitig abberufen werden. Voraussetzung hierzu ist das Vorliegen eines wichtigen Grundes.

(3) Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich von dem Präsidenten in Verbindung mit dem Vizepräsidenten oder dem Schatzmeister vertreten. Im Falle der Verhinderung des Präsidenten wird der Verein durch den Vizepräsidenten in Verbindung mit dem Schatzmeister vertreten. Präsident, Vizepräsident und Schatzmeister bilden den Vorstand i.S. des §26 BGB.

(4) Die Aufgabenverteilung innerhalb des Präsidiums regelt das Präsidium in einer Geschäftsordnung.

(5) Das Präsidium vollzieht die Beschlüsse der Mitgliederversammlung und leitet den Verein

eigenverantwortlich, hierbei ist die Sorgfaltspflicht einer ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsführung zu beachten. Bei Verletzung sind die Mitglieder des Präsidiums dem Verein gegenüber zum Ersatz des daraus entstandenen Schadens als Gesamtschuldner verpflichtet.

(6) Das Präsidium kann die laufenden Geschäfte einem Geschäftsführer und/ oder Manager übertragen. Diese unterliegen bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben der Kontrolle und den Weisungen des Präsidiums.

(7) Der Präsident wird vom Aufsichtsrat für die Dauer von drei Jahren bestellt. Auf Vorschlag des Präsidenten werden die weiteren Präsidiumsmitglieder vom Aufsichtsrat bestellt. Scheidet der Präsident vorzeitig aus, so ist binnen vier Wochen vom Aufsichtsrat ein Nachfolger zu bestellen. Die übrigen Präsidiumsmitglieder bleiben im Amt.

(8) Das Präsidium beschließt in Sitzungen, die vom Präsidenten, bei dessen Verhinderung vom Vizepräsidenten, nach Bedarf einberufen werden. Eine Tagesordnung braucht nicht angekündigt zu werden. Das Präsidium ist beschlussfähig, wenn mindestens drei seiner Mitglieder anwesend sind, wobei zwei davon dem Vorstand im Sinne des §26 BGB angehören müssen. Bei der Beschlussfassung

entscheidet die Mehrheit der abgegebenen Stimmen, wobei ein Beschluss nur zustande kommt, wenn mindestens zwei Mitglieder des Präsidiums zugestimmt haben die dem Vorstand im Sinne des §26 BGB angehören. Kommt auf diese Weise keine Mehrheit zustande, so entscheidet der Vorstand i.S. des §26 BGB mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Präsidenten. Im Falle seiner Verhinderung entscheidet die Stimme des Vizepräsidenten.

(9) Das Präsidium hat dem Aufsichtsrat mindestens vierteljährlich schriftlich zu berichten, dies gilt insbesondere bei drohenden Verlusten, Überschuldung, Zahlungsunfähigkeit und Verstoß gegen die Auflagen des DFB.

(10) Das Präsidium erstellt den jährlichen Finanzplan, den Jahresabschluss und den Bericht über die wirtschaftliche Lage des Vereins.

 

§16 Aufsichtsrat

(1) Die Mitglieder des Aufsichtsrates werden von der Mitgliederversammlung aufgrund von durch den Wahlausschuss der Mitgliederversammlung zu unterbreitenden Vorschläge gewählt. Die Amtszeit beträgt drei Jahre. Der Aufsichtsrat umfasst mindestens fünf und höchstens sieben Mitglieder. Der Aufsichtsrat kann entweder zusammen oder einzeln gewählt werden. Für den Aufsichtsrat können auf

Vorschlag des Wahlausschusses in einer vorgeschlagenen Reihenfolge bis zu drei Ersatzmitglieder gewählt werden, die in der Reihenfolge ihrer Bestätigung in den Aufsichtsrat nachrücken, wenn Aufsichtsratsmitglieder vorzeitig ausscheiden.

(2) Sollten vorgeschlagenen Kandidaten nicht gewählt werden und nach den Wahlvorgängen der Aufsichtsrat nicht vollständig sein, ist die Vervollständigung im Zuge einer außerordentlichen Mitgliederversammlung spätestens einen Monat nach der Mitgliederversammlung nach gleichem Wahlschema per Ergänzungswahl durchzuführen.

(3) Der Aufsichtsrat bestellt den Präsidenten. Wird ein Mitglied des Aufsichtsrates bestellt, scheidet dieses aus dem Aufsichtsrat aus.

(4) Die vom Präsidenten dem Aufsichtsrat vorzuschlagenden Präsidiumsmitglieder werden ebenfalls vom Aufsichtsrat bestellt, wobei ein Rückgriff auf Mitglieder des Aufsichtsrates ausgeschlossen ist. Wird dem Vorschlag ganz oder teilweise nicht entsprochen, muss der Präsident innerhalb einer Frist von zwei Wochen einen neuen Vorschlag unterbreiten. Wird diesem auch nicht oder nur teilweise entsprochen, ist ein neuer Präsident vom Aufsichtsrat zu bestellen.

(5) Zu den Aufgaben des Aufsichtsrates gehört es, die Geschäftsführung des Vereins zu überwachen. Hierzu bestellt er im Einvernehmen mit dem DFB einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer, der einmal jährlich den vom Präsidenten erstellten Jahresabschluss und den Lagebericht prüft, wobei zu beachten ist, dass die Person den Wirtschaftsprüfers spätestens nach Ablauf des fünften Jahres wechseln muss.

Zur Vorbereitung seines Jahresberichtes benennt der Aufsichtsrat aus seinen Reihen zwei Rechnungsprüfer.

(6) Der Aufsichtsrat prüft und genehmig den dem DFB für das nächste Spieljahr vorzulegenden Finanzplan. Über den Ansatz im Finanzplan hinausgehende Ausgaben bedürfen der Genehmigung des Aufsichtsrates. Gleiches gilt für den Erwerb, die Veräußerung und die Belastung von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten, Investitionen von mehr als DM 0,5 Mio. im Einzelfall, sowie den Abschluss von Verträgen, die eine Zahlungspflicht von mehr als DM 250.000,- p.a. beinhalten.

(7) Der Aufsichtsrat wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und mindestens einen Stellvertreter. Die Sitzungen des Aufsichtsrates finden nach Bedarf statt. Zu ihnen ist mit einer Frist von mindestens einer Woche zu laden.

(8) Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn mindestens 4 seiner Mitglieder anwesend sind. Die Beschlüsse des Aufsichtsrates werden mit Stimmenmehrheit gefasst; bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden, bei dessen Abwesenheit die des stellvertretenden Vorsitzenden.

(9) Aufsichtsratsmitglieder haben in eigenen Angelegenheiten kein Stimmrecht.

 

§17 Wahlausschuss

(1) Der Wahlausschuss besteht aus mindestens drei und höchstens fünf Mitgliedern des Vereins, der von der Mitgliederversammlung für drei Jahre gewählt wird.

(2) Seine Aufgabe besteht darin, der Mitgliederversammlung geeignete Kandidaten für den Aufsichtsrat zur Bestätigung vorzuschlagen. Sämtliche Mitglieder des Wahlausschusses müssen länger als vier Jahre Mitglieder des Vereins sein. Im Wahlausschuss dürfen Bedienstete des Vereins nicht mit mehr als 50% vertreten sein. Sofern kein Ehrenrat besteht, werden dessen sämtliche Aufgaben gemäß §18 der Satzung durch den Wahlausschuss erledigt.

 

§ 18 Ehrenrat

(1) Der Ehrenrat besteht aus fünf Mitgliedern, die älter als 30 Jahre sein müssen und dem Verein mindestens 10 Jahre angehören müssen.

(2) Der Ehrenrat erstellt mit dem Präsidium eine Ehrenordnung des Vereins, die der Zustimmung der Mitgliederversammlung bedarf. Aufgabe des Ehrenrates ist es, zu ernennende Ehrenmitglieder dem Präsidium vorzuschlagen.

(3) Der Ehrenrat gibt sich eine Geschäftsordnung und wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden. Er ist beschlussfähig, wenn mindestens drei Mitglieder anwesend sind.

(4) Der Ehrenrat entscheidet bei Vereinsausschluss auch über eine etwaige Berufung (§9 Abs. 4).

(5) Der Ehrenrat entscheidet unter Ausschluss des ordentlichen Rechtsweges in allen Angelegenheiten, die Streitigkeiten zwischen dem Verein und seinen Mitgliedern zum Gegenstand haben, insbesondere, soweit es sich um die Nichterfüllung satzungsmäßiger Verpflichtungen, Schädigung der Vereinsinteressen sowie um unehrenhaftes oder unsportliches Verhalten handelt.

(6) Der Gang des Verfahrens wird durch den Ehrenrat nach pflichtmäßigen Ermessen bestimmt.

(7) Mitglieder des Ehrenrates, die an einem Verfahren selbst beteiligt sind, mit einem Verfahrensbeteiligten verwandt oder verschwägert sind oder in einem anderen Ehrenratsverfahren beschuldigt werden, sind von der Mitwirkung im Ehrenratausgeschlossen.

(8) Der Ehrenrat kann - auch nebeneinander - erkennen auf:

a) Verwarnung;

b) Geldbußen;

c) Entziehung von Mitgliederrechten;

d) Ausschluss aus dem Verein.

(9) Der Ehrenrat kann auf Beschluss der Mitgliederversammlung die Aufgaben des Wahlausschusses übernehmen.

 

§ 19 Regelungen zum Status der Amateurabteilungen

(1) Die Abteilungen Handball und Schach regeln alle ihre Angelegenheiten durch die Mitgliederversammlung ihrer Abteilung und durch ihren Abteilungsvorstand im Rahmen der Satzung. Die Rechte und Pflichten der Mitgliederversammlung und des Abteilungsvorstandes werden in eigenen Geschäftsordnungen geregelt. Die Bestimmungen der Vereinssatzung über die Mitgliederversammlung, ihre Einberufung und die Beschlussfassung finden sinngemäß Anwendung. In der Mitgliederversammlung hat jedes Mitglied, dass das 16. Lebensjahr vollendet hat, eine Stimme.

(2) Der Abteilungsvorstand besteht mindestens aus dem Vorsitzenden, dem Sportwart, dem Jugendwart, dem Kassenwart und einem Beisitzer. Der Abteilungsvorstand wählt aus seiner Mitte einen Stellvertreter des Vorsitzenden. Dieser vertritt den Vorsitzenden bei dessen Abwesenheit. Für die Dauer der Abwesenheit oder Verhinderung des Vorsitzenden hat er die gleichen Rechte und Pflichten wie die eines Vorsitzenden.

(3) Die ordentliche Mitgliederversammlung der Abteilungen wählt spätestens vier Wochen vor der Mitgliederversammlung des Vereins, auf der der Aufsichtsrat bestätigt wird, den Abteilungsvorstand. Art und Weise der Durchführung der Wahl werden in einer Wahlordnung der Abteilung geregelt.

(4) Sitzungen des Abteilungsvorstandes sollen zweimal monatlich, wenigstens aber einmal im

Monat Stattfinden. Sie werden durch den Vorsitzenden einberufen und geleitet. Der Abteilungsvorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend sind.

(5) Der Abteilungsvorstand vollzieht die Beschlüsse der Abteilungsmitgliederversammlung und leitet die Abteilung eigenverantwortlich. Hierbei ist die Sorgfaltspflicht einer ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsführung zu beachten. Der Abteilungsvorstand beschließt über die Verwendung der im Rahmen des Haushaltsplanes der Abteilung zugewiesenen und von der Abteilung selbst erwirtschafteten Mittel. Vor Beginn des Geschäftsjahres soll der Abteilungsvorstand einen Haushaltsplan erstellen. Zur Gewährleistung einer ordnungsgemäßen Mittelverwendung bestellt der Abteilungsvorstand einen Rechnungsprüfer.

 

§ 20 Liquidation

Die Mitgliederversammlung beschließ über die Liquidation des Vereins.

 

§ 21 Haftung

Der Verein haftet für Schäden, die Mitglieder bei der Ausübung des Sports, bei der Benutzung der Anlagen, Einrichtung und Geräte oder bei Veranstaltungen erleiden, nur, soweit ein schuldhaftes Handeln von Vereinsorganen vorliegt. Versicherungsschutz besteht.

 

§ 22 Inkrafttreten

Diese Satzung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.



Eigene Webseite von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!